„Wo Listen regieren, hat die Humanität längst verloren.“

Change.org berichtet am 23.08.2021:

Liebe Freund*innen von Sea-Eye,

über eine Viertelmillion Menschen fordern gemeinsam mit uns:

Schafft sichere Fluchtwege aus Afghanistan für alle! Jetzt!

Doch nach wie vor ist überwiegend die Rede von Evakuierungen für Afghan*innen, die direkt für Deutschland und die Bundeswehr gearbeitet haben. Aber seit der Machtübernahme der Taliban ist jede*r, der*die nicht auf der Seite der Taliban steht, in Lebensgefahr. Allerdings werden nicht einmal Menschen, die jahrzehntelang für Subunternehmen tätig waren, gerettet. Und das, während seit Tagen über Tausende von Menschen berichtet wird, die sich um den Flughafen in Kabul drängen – in größter Panik, Verzweiflung und in der Hoffnung, das Land verlassen zu können und in Sicherheit zu gelangen.

Stattdessen werden die schutzsuchenden Menschen von den Taliban sowie von US-Streitkräften unter Einsatz von Tränengas und anderen gewaltsamen Abwehrmaßnahmen zurückgehalten und im Ungewissen gelassen. Mindestens 12 Menschen starben durch das Gedränge oder wurden erschossen. (Süddeutsche)

Diesen Zustand können wir nicht hinnehmen! Wie kann man den Wert eines Lebens an einer beruflichen Tätigkeit festmachen? Weshalb wurden in den vergangenen Wochen und Monaten selbst die Aufnahmeverfahren für sogenannte Ortskräfte bewusst verzögert und mit Hilfe bürokratischer Hürden erschwert? (Tagesschau; ZDF)

Hannes Soltau vom Tagesspiegel findet die passenden Worte für das bisherige Vorgehen der Bundesregierung:

Wo Listen regieren, hat die Humanität längst verloren.

Humanität findet sich indessen in Form der großen Bereitschaft zahlreicher Städte und Länder, flüchtende Menschen aus Afghanistan aufzunehmen. Deutsche Bundesländer, Kommunen und Städte wie München, Hamburg, Aachen, Heidelberg und viele mehr signalisieren, dass sie zu einer Aufnahme bereit sind. (RND)

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.