UN fordern Aufnahme der Flüchtlinge von Rettungsschiff „Sea-Watch 3“

Das Migazin vom 24.06.2019 berichtet: Wieder hat ein Schiff Flüchtlinge im Mittelmeer vor dem Ertrinken gerettet. Und wieder bleiben die Häfen gesperrt. Die UN und zahlreiche deutsche Städte fordern schnelles Handeln von der Politik.

Die Situation von 43 Flüchtlingen an Bord des Rettungsschiffes „Sea-Watch 3“ im Mittelmeer vor Lampedusa sorgt für Besorgnis und Hilfsbereitschaft. Die UN forderten, den Menschen, die seit mehr als einer Woche auf dem Schiff ausharrten, das Anlanden an einem sicheren Hafen zu ermöglichen. Unter den Geretteten befänden sich auch drei unbegleitete Kinder, erklärten die Internationale Organisation für Migration (IOM) und das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR am Freitag in Genf.

Derweil appellierten mehrere deutsche Städte an Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), dafür zu sorgen, dass die Geretteten auf der „Sea-Watch 3“ eine Aufnahmezusage für Deutschland erhalten. In einem offenen Brief erneuerten die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister ihre Bereitschaft, die Geflohenen aufzunehmen. „Wir verlangen, dass sich Deutschland im Weiteren dieser humanitären und gesamtgesellschaftlichen Aufgabe stellt und die Verteilung über den vorgesehenen Schlüssel erfolgt“, hieß es in dem Brief vom Freitag. „Lassen Sie uns humanitäre Verantwortung übernehmen und bereiten wir dem anhaltenden Sterben auf dem Mittelmeer gemeinsam ein Ende.“ Die Unterzeichner, darunter die Stadtoberhäupter aus Dortmund, Düsseldorf, Erlangen, Greifswald, Kiel, Marburg und Köln, gehören zum Bündnis „Sichere Häfen“, dem etwa 60 Städte und Kommunen angehören.

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