Über 400 Bootsflüchtlinge sitzen vor Malta fest

Das Migazin vom 03.06.2020 berichtet: Mehr als 400 Flüchtlinge sitzen auf Kreuzfahrtschiffen vor Malta fest – manche von ihnen bereits seit mehr als einem Monat. Hilfsorganisationen werfen EU-Staaten vor, die Menschen für politische Verhandlungen zu benutzen.

Die Hilfsorganisation SOS Méditerranée hat das Ausbleiben der Seenotrettung im Mittelmeer beklagt. Mehr als 400 schutzsuchende Menschen säßen aktuell auf Kreuzfahrtschiffen vor Malta fest, erklärte die Organisation am Mittwoch in Berlin. Sie forderte die EU zu sofortigem und koordiniertem europäischen Handeln auf. Deutschland sei mit Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft am 1. Juli besonders gefordert.

Die 400 Menschen befänden sich auf Anordnung der maltesischen Regierung auf vier privaten Kreuzfahrtschiffen auf See, manche von ihnen bereits seit mehr als einem Monat. Laut SOS Méditerranée sind sie vor Gewalt und Misshandlungen in Libyen über das zentrale Mittelmeer geflohen. Dort seien wegen der Corona-Pandemie fast keine Rettungsschiffe vor Ort gewesen.

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Rettungsschiff Alan Kurdi im Mittelmeer © Sea Eye/Fabian Heinz
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