Seenotrettung ist kein Verbrechen

Sea Watch berichtet am 09.10.2020: Unsere erst Anfang des Jahres zusammen mit dem Bündnis United4Rescue erworbene Sea-Watch 4 wird seit Wochen blockiert. Zuvor hatte sie in ihrem ersten Einsatz über 350 Menschen sicher nach Italien gebracht, die in mehreren Operationen gerettet wurden.

Auch unsere Sea-Watch 3 darf seit nunmehr 3 Monaten zu keiner neuen Rettungsmission aufbrechen. Nach einer Kontrolle im Hafen von Porto Empedocle war unserer Crew unter anderem vorgeworfen worden, zu viele Rettungswesten an Bord zu haben. Um die Zeit, in der wir aufgrund von Blockaden und Schikanen keine Rettungseinsätze fahren können, sinnvoll zu nutzen, erledigen derzeit dutzende Freiwillige zusammen mit der Crew auf der Sea-Watch 3 anstehende Werftarbeiten. Denn solange es keine sicheren Fluchtwege nach Europa gibt, werden Menschen, die vor Krieg, Verfolgung und Armut flüchten, weiterhin gezwungen sein, die gefährliche Route von Libyen über das Mittelmeer auf sich zu nehmen. Der widerwärtigen Abschreckungsstrategie der EU werden wir auf keinen Fall tatenlos zusehen und weiter für sichere Fluchtwege einstehen, an Land, auf dem Wasser und in der Luft.

Foto: Chris Grodotzki
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