Seenotrettung in Zeiten der Corona-Krise besonders schwierig

Das Migazin berichtet am 10.05.2021: Seenotretter fordern die Politik auf, auch in der Pandemie ihrer Verantwortung für Flüchtlinge gerecht zu werden. Sie beklagen zudem politisch motivierte Behinderungen im Mittelmeer. Wissenschaftlern zufolge ist das Risiko, auf See zu sterben, wieder deutlich gestiegen.

Private Seenotretter haben die Politik aufgefordert, trotz der Corona-Pandemie ihre Verantwortung für die Flüchtlinge im Mittelmeer wahrzunehmen. Die Pandemie dürfe nicht dazu dienen, dass europäische Staaten sich ihrer rechtlichen Verpflichtung für Menschen auf der Flucht entledigen, erklärte die Organisation SOS Méditerranée am Sonntag bei der Vorstellung ihres Jahresberichts. Humanitäre Prinzipien und Menschenrechte gälten auch in Krisenzeiten. Die Initiative betreibt das Rettungsschiff „Ocean Viking“.

Die vergangenen Monate seien besonders schwierig gewesen für die zivile Seenotrettung. „Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf ihre Arbeit haben die Seenotretter vor neue Herausforderungen gestellt: geschlossenen Häfen, festgesetzte Schiffe, lange Quarantänezeiten und aufwendige Covid-19-Eindämmungsmaßnahmen an Bord“, erklärte die Organisation. Zudem hätten sich 2020 die politisch motivierten Behinderungen der Helfer im Mittelmeer weiter zugespitzt, sagte die politische Referentin der Organisation, Jana Ciernioch.

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.