SEA-EYE 4 bringt Hochschwangere und Babys in Sicherheit

Footo: Sea Eye

Sea Eye berichtet am 03.09.2021: Die Crew der SEA-EYE 4 rettete am 01. September 29 Menschen aus akuter Lebensgefahr. Die Wache der SEA-EYE 4 entdeckte die Menschen am Mittwochmorgen mit dem Fernglas. Die aus Libyen flüchtenden Menschen saßen dicht gedrängt in einem kleinen, überfüllten Holzboot. Unter ihnen sind 18 Minderjährige, davon sind vier Babys und acht Frauen. Zwei Frauen sind im neunten Monat schwanger.

Kurz nach der Rettung verschlechterte sich das Wetter, ein Tiefdruckgebiet zog auf und Starkwind kündigte sich an. „Die geretteten Personen hatten kein GPS fähiges Telefon bei sich. Sie hatten unwahrscheinliches Glück, dass wir sie gefunden haben. Hätten wir sie nicht entdeckt, wären sie der unruhigen See schutzlos ausgeliefert geblieben“, sagt Sophie Weidenhiller, Sprecherin von Sea-Eye e. V.

Die Einsatzleitung entschied am Donnerstagabend, die geretteten Menschen zügig in Sicherheit zu bringen. Besonders die beiden hochschwangeren Frauen und die Babys müssen nun schnellstmöglich an Land gebracht und medizinisch versorgt werden. „Es wäre aus unserer Sicht unverantwortlich den Frauen eine Geburt bei schwerer See in einem Schiffshospital zuzumuten“, fährt Weidenhiller fort. Sea-Eye informiert ständig die örtlichen Behörden über die akute Situation. Die italienische Küstenwache lehnte die Koordinierung am Donnerstagabend ab und verwies auf die Zuständigkeit der deutschen Behörden für die SEA-EYE 4.

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