Schweizer Städte wollen mehr Bootsflüchtlinge aufnehmen – und dürfen nicht

Die Republik berichtet am 07.11.2019: Zürich, Bern und Basel wollen die EU-Grenzstaaten entlasten. Doch das Staatssekretariat für Migration blockt ab.

Die europäische Flüchtlingspolitik sollte mit den Schengen/Dublin-Abkommen in geordnete Bahnen gelenkt werden – doch damit ist die EU gescheitert. Die Idee des europäischen Vertrags­werks zur Migration war einfach: Geflüchtete sollten in jenem europäischen Land ein Asylgesuch stellen, in dem sie zuerst landen. Zuständig ist der Staat, der die Geflüchteten zuerst registriert. Das führt zu Problemen.

Da die Geflüchteten auf dem Land- oder Seeweg nach Europa reisen, kommen sie meist an der EU-Aussengrenze an, und das spüren vor allem die südeuropäischen Staaten – Italien, Spanien, Griechenland. Sie gelten als überlastet. Und reagieren auf ihre Weise: Sie hörten auf, die Geflüchteten zu registrieren, und schickten sie stattdessen einfach weiter.

Daraus wird klar: Schengen/Dublin ist miserabel konstruiert.

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