Rund 50 junge Flüchtlinge aus griechischen Lagern in Hannover gelandet

NZZ online berichtet am 18.04.2020: In Griechenland leben rund 100 000 Migranten dicht gedrängt in Lagern. Besonders prekär ist die Lage auf den Inseln. Infektionen mit dem Coronavirus stellen nun eine neue Bedrohung dar – auch auf Malta.

Auf dem Flughafen Hannover sind am Samstagvormittag (18. 4.) 47 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge gelandet, die zuletzt in Lagern auf den griechischen Insel gelebt hatten. Sie sollen zunächst für eine zweiwöchige Quarantäne im Landkreis Osnabrück untergebracht werden, bevor sie auf die Bundesländer verteilt werden. Sie sind die zweite Gruppe von Minderjährigen, die aus den Lagern geholt wurden. Bereits am Mittwoch waren zwölf Jugendliche von Luxemburg aufgenommen worden. Der Plan sieht vor, dass rund 1600 Jugendliche in andere EU-Staaten gebracht werden.

Die Migranten auf dem Rettungsschiff «Alan Kurdi» sind auf einer italienischen Fähre in Quarantäne gebracht worden. Italiens Küstenwache organisierte den Transfer der 146 Menschen von dem deutschen Schiff auf die «Raffaele Rubattino» vor Sizilien, wie die das Verkehrsministerium am Freitag (17. 4.) mitteilte. An Bord sollten die Menschen auf das Coronavirus getestet werden, erklärte Palermos Bürgermeister Leoluca Orlando. Sie werden vom Roten Kreuz versorgt. Italien hatte erklärt, dass man wegen der Corona-Pandemie keine Migranten an Land lassen könne, weil diese nicht gesundheitlich versorgt werden könnten. Wohin die Geflüchteten nach der Quarantäne kommen, ist unklar. Möglich ist eine Verteilung auf andere EU-Länder.

Palermo, 2019, Marco Stricker
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