„Open Arms“-Flüchtlinge in Lampedusa an Land

Das Migazin vom 22.08.2019 berichtet: Die Zustände an Bord waren unhaltbar geworden: Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Agrigent ist die „Open Arms“ in den Hafen von Lampedusa eingelaufen. Die Flüchtlinge durften von Bord, das Schiff wurde beschlagnahmt.

Jubel und Erleichterung bei Flüchtlingen und Crew auf der „Open Arms“: In der Nacht zum Mittwoch konnten die 80 auf dem spanischen Rettungsschiff verbliebenen Migranten in Lampedusa an Land gehen. Die „Open Arms“ wurde beschlagnahmt. Unterdessen berichtete die Mannschaft der unter norwegischer Flagge fahrenden „Ocean Viking“ von Unruhe unter den 356 Flüchtlingen an Bord. „Sie müssen jetzt zu einem sicheren Ort gebracht werden“, verlangte die Crew am Mittwoch auf Twitter.

Im Fall der „Open Arms“ hatte die Staatsanwaltschaft von Agrigent aus humanitären Gründen das Anlegeverbot von Italiens Innenministers Matteo Salvini aufgehoben und angeordnet, die Flüchtlinge an Land zu bringen. Diese verließen in der Nacht das Schiff. Die Nachricht, dass die „Open Arms“ im Hafen von Lampedusa einlaufen soll, hatte an Bord für Jubel gesorgt. Auf Internet-Videos ist zu sehen, wie sich Crew und Flüchtlinge in den Armen liegen und das Ende der dreiwöchigen Odyssee feiern. Am 1. August hatte die „Open Arms“ 123 Menschen und später noch einmal 39 Menschen aus dem Mittelmeer gerettet.

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