Morddrohungen gegen deutschen Bischof nach Flüchtlingsschiff-Initiative

Web.de berichtet am 04.01.2020: Der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm hat wegen seines Engagements für die Flüchtlingsrettung Morddrohungen erhalten. Doch trotz der Anfeindungen will der EKD-Chef nicht aufgeben und weiterhin ein Schiff zur Rettung von Flüchtlingen ins Mittelmeer schicken.

Bedford-Strohm hatte die Initiative Anfang Dezember zusammen mit mehreren Mitstreitern vorgestellt. Das von der Kirche initiierte Aktionsbündnis „United4Rescue“ will demnächst selbst ein Schiff zur Rettung von Flüchtlingen ins Mittelmeer schicken.

Bedford-Strohm ist nicht der einzige, der sich seither massiven Angriffen ausgesetzt sieht. Auf Anfrage sagte Bündnis-Sprecher Joachim Lenz am Samstag, ihm seien zwar keine Morddrohungen gegen andere Beteiligte bekannt. „Aber Hass-Botschaften gibt es schon.“

Auch für den Münchner Erzbischof und Vorsitzenden der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, sagte Sprecher Bernhard Kellner: „Wir nehmen wahr, dass sich die Drohungen und das Klima verschärft haben.“

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