Mindestens 15 Menschen vor Libyen ertrunken

Das Migazin vom 14.10.2021 berichtet: Mindestens 15 Geflohene sind laut den Vereinten Nationen vor der Küste Libyens ertrunken. Die libysche Küstenwache habe ein Boot mit Dutzenden Menschen, die das Mittelmeer überqueren wollten, zurück gezwungen, erklärte die Sprecherin der Internationalen Organisation für Migration, Safa Msehli, am Dienstag in Genf. Das hätten 90 Überlebende berichtet.

Das Flüchtlingshilfswerk UNHCR gab an, 15 Leichen geborgen zu haben, als zwei Boote am Marinestützpunkt der libyschen Hauptstadt Tripolis ankamen. „Ein tragischer Verlust von Menschenleben“, erklärte die Organisation. Für 177 Überlebende sei Nothilfe geleistet worden. Einige hätten dringend medizinische Versorgung gebraucht. Die Boote seien in der Nacht davor von den Küstenorten Zuwara und Al Khums gestartet.

OM-Sprecherin Msehli verwies darauf, dass die Rückführung der Überlebenden in die elende Internierung die Traumata der Migranten verlängere und in vielen Fällen verschlimmere. Das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte prangerte die grauenhaften Zustände in den Gefangenenlagern für Flüchtlinge an, in denen Gewalt und Not herrschten. Libyen müsse alle Internierten frei lassen, forderte die Sprecherin des Hochkommissariats, Marta Hurtado.

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