Lagebericht Sea Watch

Sea Watch berichtet am 28.01.2021: Das Jahr 2021 startete auf dem Mittelmeer ähnlich tödlich, wie 2020 endete. Wir wissen von mindestens 60 Personen, die allein in den letzten zehn Tagen bei zwei Schiffsunglücken ertrunken sind. In beiden Fällen wurden die Überlebenden zurück ins Bürgerkriegsland Libyen verschleppt – entgegen geltendem Völkerrecht, nach dem aus Seenot gerettete Menschen in einen sicheren Hafen zu bringen sind.

Allein in der vergangenen Woche haben wir von ungefähr 1000 Menschen erfahren, die sich in akuter Seenot befanden. Wir wissen von knapp 300 Menschen, die beim Versuch, die tödlichste Grenze der Welt zu überqueren, von der sogenannten Libyschen Küstenwache zurück ins Bürgerkriegsland Libyen verschleppt wurden. Dort drohen ihnen Festnahmen, Folter und Verfolgung. Die europäischen Staaten setzen indes mittels willkürlicher Blockaden und Kriminalisierung weiterhin alles daran, zivile Seenotrettungsschiffe davon abzuhalten, ihrer Arbeit nachzugehen: der Rettung von Menschenleben im Mittelmeer.

Foto: Felix Weiss

Allein in der vergangenen Woche haben wir von ungefähr 1000 Menschen erfahren, die sich in akuter Seenot befanden. Wir wissen von knapp 300 Menschen, die beim Versuch, die tödlichste Grenze der Welt zu überqueren, von der sogenannten Libyschen Küstenwache zurück ins Bürgerkriegsland Libyen verschleppt wurden. Dort drohen ihnen Festnahmen, Folter und Verfolgung. Die europäischen Staaten setzen indes mittels willkürlicher Blockaden und Kriminalisierung weiterhin alles daran, zivile Seenotrettungsschiffe davon abzuhalten, ihrer Arbeit nachzugehen: der Rettung von Menschenleben im Mittelmeer.

Während wir uns juristisch mit allen Mitteln gegen die Blockaden zur Wehr und alle Hebel in Bewegung setzen, um so schnell wie möglich mit unserer Sea-Watch 3 und Sea-Watch 4 wieder in See stechen zu können, sind wir mit unserem Aufklärungsflugzeug Moonbird weiterhin über der sogenannten libyschen Such- und Rettungszone präsent. Dort fliegen wir ein großes Gebiet ab und dokumentieren Menschenrechtsverstöße. Außerdem melden wir den Rettungsleitstellen und den Schiffen in der Umgebung, wenn wir von einem Seenotfall erfahren. Allein in der vergangenen Woche konnten wir vier Missionen fliegen und wurden erneut Zeug*innen der perfiden Abschottungspolitik, die die EU im zentralen Mittelmeer betreibt.

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