Gericht verbietet Hetze gegen Sea-Eye

Staatsanwaltschaft ermittelt weiterhin gegen den AfD-Politiker Georg Pazderski
Sea Eye berichtet: Das Landgericht Berlin hat eine einstweilige Verfügung gegen den ehemaligen stellvertretenden Bundesvorsitzenden und Vorsitzenden der Fraktion der AfD im Berliner Abgeordnetenhaus, Georg Pazderski, erlassen. Die einstweilige Verfügung untersagt ihm, zu behaupten, die Seenotretter*innen von Sea-Eye hätten den Attentäter von Nizza nach Europa gebracht. Pazderski hatte dies Anfang November in einem auf Facebook veröffentlichten Post behauptet. Der Post wurde tausendfach geteilt und die Regensburger Seenotretter*innen erhielten daraufhin viele Hassnachrichten, Anschuldigungen und sogar Morddrohungen.
Sea-Eye hatte noch am gleichen Tag klargestellt, dass diese Behauptung nicht den Tatsachen entspricht und erstattete Strafanzeige wegen aller in Frage kommenden Straftaten gegen den AfD-Politiker.

Die italienische Innenministerin bestätigte noch vor Pazderskis Veröffentlichung, dass der Mörder von Nizza in einem mit etwa zwei Dutzend Personen besetzten kleinen Schlauchboot selbständig in Lampedusa angekommen sei. Auch die Süddeutsche Zeitung rekonstruierte noch vor Pazderskis Lüge, wie der Attentäter nach Europa gelangte.
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