„Geo Barents“ darf über 300 Gerettete nach Sizilien bringen

Das Migazin berichtet am 24.08.2021: Das Rettungsschiff „Geo Barents“ mit 322 Flüchtlingen an Bord darf im sizilianischen Hafen Augusta anlegen. Die Behörden hätten der Besatzung den Hafen für die Anlandung zugewiesen, erklärte die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“, die das Schiff betreibt, in der Nacht auf Montag. Die Wartezeit von mehreren Tagen auf dem Schiff habe die Geretteten körperlich und psychisch belastet. „Wir sind froh, bald an einem sicheren Ort anlanden zu können.“

Die Besatzung hatte die Menschen in mehreren Einsätzen seit dem 5. August gerettet. Am Sonntag sagte der Leiter des Such- und Rettungsteams, Iasonas Apostolopoulos, die Situation sei für die Geretteten inzwischen inakzeptabel. An Bord seien 95 Minderjährige, 84 von ihnen ohne Begleitung eines Erwachsenen. Das jüngste Kind sei zwei Wochen alt. Einige Flüchtlinge bräuchten medizinische Hilfe, alle seien erschöpft.

Derweil übergab das Beobachtungsschiff „Nadir“ der Organisation Resqship 22 Gerettete der italienischen Küstenwache. Die Crew des Segelschiffs hatte sie am Sonntagabend aus einem Holzboot ohne Treibstoff gerettet, wie die deutsche Organisation am Montag mitteilte. Neun der Geretteten seien Kinder gewesen, darunter ganz kleine.

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.