Friedenspreis für „Sea-Watch“

Das Migazin vom 29.11.2019 meldet: Die Stadt Osnabrück setzt mit ihren Friedenspreis in diesem Jahr auch ein politisches Signal. Die Organisation „Sea-Watch“ sieht ihr Anliegen damit gestärkt.

Für die Seenotrettungsorganisation „Sea-Watch“ ist die Auszeichnung mit dem Sonderpreis des Erich Maria Remarque-Friedenspreises der Hinweis darauf, dass das Schicksal der Mittelmeer-Flüchtlinge in der Gesellschaft angekommen ist. „Sea-Watch“ habe dafür gesorgt, dass hinter den abstrakten Zahlen von Ertrunkenen und Verschollenen die Menschen sichtbar würden, sagte der Vorsitzende Johannes Bayer am Donnerstag in Osnabrück. „Das ist letztlich die einzige Möglichkeit, zu verhindern, dass Menschen im Mittelmeer umkommen.“

Allerdings sei der Gegenwind insbesondere von populistischen Parteien wie der AfD stärker geworden, sagte der Vorsitzende. Das reiche bis zu Angriffen auf Büros und sogar Morddrohungen. Der Vorsitzende wird an diesem Freitag den mit 5.000 Euro dotierten Sonderpreis im Friedenssaal des historischen Rathauses in Osnabrück entgegennehmen.

Das Rettungsschiff Sea-Watch rettet Flüchtlinge im Mittelmeer (Archivfoto) © sea-watch.org
0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.