„Eleonore“ darf Hafen in Sizilien anlaufen

Die ARD Tagesschau vom 03.09.2019 berichtet: Italiens Behörden lenken ein: Das deutsche Rettungsschiff „Eleonore“ darf im Hafen von Pozzallo anlegen, wird aber direkt beschlagnahmt. Zuvor hatte der Kapitän den Notstand ausgerufen. An Bord sind mehr als 100 Flüchtlinge.

Céfalu, Marco Stricker 2019

Das deutsche Rettungsschiffs „Eleonore“ darf nach Angaben der Hilfsorganisation Mission Lifeline mit mehr als 100 Flüchtlingen an Bord den Hafen der sizilianischen Stadt Pozzallo anlaufen. Die Finanzpolizei habe die Erlaubnis zum Anlegen gegeben, sagte ein Sprecher der Hilfsorganisation Mission Lifeline. Die geretteten Menschen könnten dann an Land gehen, berichtet die Organisation. Die italienischen Behörden erklärten das Schiff allerdings in dem Moment als beschlagnahmt, als es in italienische Gewässer einfuhr.

30 Minderjährige an Bord

Der deutsche Kapitän Claus-Peter Reisch war zuvor trotz eines Verbots der italienischen Regierung in nationale Gewässer gefahren und hatte nach einem heftigen Gewitter den Notstand ausgerufen. Die Zustände an Bord des nur 46 Quadratmeter großen Schiffs seien nach rund einer Woche auf See nicht mehr tragbar, sagte Reisch. „Die lebensbedrohliche Lage an Bord zwingt mich, den nächsten sicheren Hafen anzulaufen“, erklärte er. Der Bürgermeister von Pozzallo, Roberto Ammatuna, werde sie im Hafen erwarten.

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.