Darmstadt und Greifswald übernehmen Patenschaften für Sea-Eye Rettungsschiff

Sea Eye berichtet am 05.03.2021: Die Wissenschaftsstadt Darmstadt und die Hansestadt Greifswald haben beschlossen, die lebensrettenden Einsätze von Sea-Eye finanziell zu fördern. So rief Darmstadt bereits im Oktober 2020 zu Spenden für das neue Rettungsschiff SEA-EYE 4 auf und sammelte bis Februar 2021 7.000 €. Greifswald entschloss sich, am 01.03.2021 eine Patenschaft für die SEA-EYE 4 für die Jahre 2021 und 2022 mit jeweils 2.000 € zu übernehmen.
 
Mit breiter Mehrheit stimmten die Bürgerschaftsmitglieder in Greifswald für die Patenschaft für das Rettungsschiff. „Mit der Übernahme einer Patenschaft für das zivile Seenotrettungsschiff SEA-EYE 4 soll das Bekenntnis zum Sicheren Hafen der Universitäts- und Hansestadt Greifswald bekräftigt und konsequent fortgesetzt werden. Vor allem unsere hanseatische Tradition gebietet es, dem Sterben auf hoher See nicht tatenlos zuzusehen“, sagt der Greifswalder Oberbürgermeister Dr. Stefan Fassbinder zum Beschluss der Greifswalder Bürgerschaft.
 
Zuvor erklärte am 17.02.2021 Oberbürgermeister Jochen Partsch, mit den gesammelten Spendengeldern eine Patenschaft für ein ganzes Jahr zu übernehmen. „Darmstadt hat eine weltoffene, solidarische und hilfsbereite Zivilgesellschaft. Das Leid der Menschen auf dem Mittelmeer und an den europäischen Außengrenzen ist für viele Darmstädterinnen und Darmstädter Anlass zu handeln und Menschlichkeit zu zeigen. Dafür danke ich allen Unterstützerinnen und Unterstützern herzlich. Wir hoffen, mit der Übernahme einer Schiffspatenschaft einen Beitrag zur Rettung von in Seenot geratenen Flüchtenden auf dem Mittelmeer leisten zu können“, so Jochen Partsch, Oberbürgermeister von Darmstadt.

Darmstadt und Greifswald gehören zum zivilgesellschaftlichen Bündnis „Seebrücke – schafft sichere Häfen“, in dem sich in Deutschland 235 Städte und Kommunen zum Sicheren Hafen erklärt haben. Damit zeigen sie ihre Bereitschaft, mehr Geflüchtete und Schutzsuchende aufzunehmen. Ganz gleich, ob diese aus Seenot gerettet werden mussten, in den europäischen Elends- und Abschreckungslagern Griechenlands leiden oder unter haltlosen Bedingungen an der kroatisch-bosnischen Grenze ums Überleben kämpfen.

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