ALAN KURDI läuft nach Quarantäne in Palermo ein

SeaEye berichtet am 04.05.2020: Die Odyssee der ALAN KURDI endete am Montagmorgen im Hafen von Palermo. Für die Crew wurde zuvor eine 14-tägige Quarantäne angeordnet, die in der Bucht von Palermo absolviert werden musste. Insgesamt verbrachten die 17 Crewmitglieder nun 36 Tage auf See.

Crew wird auf Covid-19 getestet
Bei der Ankunft im Hafen von Palermo wurde die Crew einem Covid-19-Test unterzogen. Die Mannschaft darf das Schiff weiterhin nicht verlassen, bis die Testergebnisse vorliegen. Anschließend wird die Crew das Schiff komplett reinigen. Ein italienisches Unternehmen wird die ALAN KURDI anschließend auf behördliche Anweisung desinfizieren. Das Sea-Eye-Crewmanagement wird die Crewmitglieder dann bei der Heimkehr in die jeweiligen Heimatländer Deutschland, Frankreich, Spanien und Österreich individuell unterstützen. 

Bisher aufwendigste Mission der Regensburger Seenotretter*innen
Insgesamt dauerte der Einsatz 8 Wochen. Es handelt sich um den aufwendigsten Einsatz, den die Regensburger Seenotretter*innen bisher durchführten.
Noch nie hatte die ALAN KURDI so lange, so viele Menschen an Bord. Keine Crew musste mehr Menschen versorgen und nie mussten wir so viele Ressourcen für eine Mission einsetzen. Das sind traurige Rekorde“, sagt Gorden Isler, Vorsitzender von Sea-Eye e. V.

Unterstützung erhielt Sea-Eye vom Bündnis United 4 Rescue (gegründet durch die Evangelische Kirche in Deutschland), die für die hohen Blockadekosten aufgekommen sind. Auch der von Jan Böhmermann und Klaas Heufer-Umlauf initiierte Stiftungsfonds Zivile Seenotrettung wird Sea-Eye dabei helfen, den nächsten Einsatz der ALAN KURDI sicherzustellen.
Die Solidarität mit unserer Crew und den geretteten Menschen war unglaublich. Dafür sind wir dankbar. Nur so können zivile Akteure die anspruchsvolle Aufgabe Seenotrettung bewältigen„, fügt Isler hinzu.

Alan Kurdi. Foto: Marco Riedl, sea-eye.org
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