„Alan Kurdi“ darf weiter nicht anlegen

Spiegel online schreibt am 07.09.2019: Seit einer Woche müssen aus dem Mittelmeer gerettete Geflüchtete auf der „Alan Kurdi“ vor Malta ausharren. Aus medizinischen Gründen wurden fünf von ihnen evakuiert, einer offenbar nach einem Suizidversuch.

Das Rettungsschiff „Alan Kurdi“ des Regensburger Vereins „Sea-Eye“ wartet weiter in den Gewässern vor Malta auf eine Anlegeerlaubnis. „Wir rufen die Regierung Maltas auf, diesem unwürdigen Zustand ein Ende zu setzen“, sagte „Sea-Eye“-Sprecher Gorden Isler der Deutschen Presse-Agentur.

Das Rettungsschiff hatte am 31. August 13 Menschen aus einem überladenen Holzboot geborgen, unter ihnen acht Minderjährige. Die maltesische Armee hat inzwischen fünf der Geretteten aus medizinischen Gründen von der „Alan Kurdi“ geholt und an Land gebracht, darunter einen 17-Jährigen, der einen Selbstmordversuch unternommen haben soll. Zwei weitere Evakuierte litten unter schweren Angstattacken.

Aber auch den acht an Bord verbliebenen Geflüchteten geht es nach Angaben von „Sea-Eye“ schlecht. Die Migranten zeigten Symptome von Stress und starker psychischer Belastung. „Einige haben schon vor Tagen aufgehört zu essen, andere leiden immer noch unter anhaltender Seekrankheit“, heißt es in einem Appell an die maltesischen Behörden. „Wir bitten Sie dringend, acht Personen von Bord zu nehmen, um die notwendige medizinische und psychologische Behandlung zu gewährleisten.“

Das Rettungsschiff „Alan Kurdi“ © Sea Eye/Fabian Heinz
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