„Alan Kurdi“ bleibt vor italienischen Hoheitsgewässern

Das Migazin vom 2. August 2019 berichtet: Das private deutsche Rettungsschiff „Alan Kurdi“ mit aktuell 40 Flüchtlingen an Bord will vorerst die Konfrontation mit Italien vermeiden. „Wir werden definitiv vor den Hoheitsgewässern Italiens stoppen und nicht gegen die Anweisungen eines Staates verstoßen“, sagte der erste Vorsitzende des Regensburger Vereins Sea-Eye, Gorden Isler, am Donnerstag dem „Evangelischen Pressedienst“. Die Crew der „Alan Kurdi“ kann die Flüchtlinge laut Isler drei bis fünf Tage versorgen. Bis dahin hoffe Sea-Eye, dass Europa eine Lösung zur Verteilung der 40 Flüchtlinge findet.

Die „Alan Kurdi“ hatte am Mittwochmorgen vor Libyen die Menschen aus einem Schlauchboot aufgenommen, darunter eine Schwangere und drei Kinder. Zwei Flüchtlinge sind laut Sea-Eye Überlebende des Internierungslagers Tadschura. Dort waren bei einem Luftangriff Anfang Juli mehr als 40 Menschen ums Leben gekommen. Kapitän Andrej Kovaliov kontaktierte laut Isler direkt nach der Rettung die Seenotleitzentralen von Libyen, Malta und Italien. Die libysche Seewacht habe sich dann um 20 Uhr gemeldet und Tripolis als sicheren Hafen genannt.

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