Nominiert für den Oscar 2019: Lifeboat

Die Seenotrettungsorganisation „Sea-Watch“ will die Oscar-nominierte Dokumentation „Lifeboat“ über die Lage von Flüchtlingen auf dem Mittelmeer am Freitag den 22. Februar 2019 öffentlich vor dem Bundesinnenministerium in Berlin zeigen. „Wenn sich der Innenminister der Realität verweigert, bringen wir die Realität eben an seinen Dienstsitz“, sagte „Sea-Watch“-Mitglied Thomas Schaible am Donnerstag in Berlin. Zahlreiche Städte und Bundesländer seien zur Aufnahme von Schiffbrüchigen bereit, Innenminister Horst Seehofer (CSU) blockiere dies aber, hieß es. (Quelle: Migazin , 22.02.2019)


Das Rettungsschiff Sea-Watch rettet Flüchtlinge im Mittelmeer (Archivfoto) © sea-watch.org

Bundeswehr stoppt Seenotrettung

Das ARD Nachrichtenmagazin Monitor vom 21.02.2019 geht der Frage nach, warum sich die Bundeswehr aus der Operation Sophia zurückgezogen hat und wie es den beteiligten Soldaten ergangen ist. Zitat: „In der Marine sind wir nicht nur Soldaten sondern auch Seefahrer. Und ein Seefahrer lässt niemanden im Wasser liegen. Ganz gleich woher er kommt. Da gab es keine Diskussion.“

Die deutsche Verteidungsministerin Urula von der Leyen beklagt sich darüber, dass das italienische Kommando die Seenotrettung durch die dutsche Marine behindert. Seit Monaten konnte so keine sinnvolle Aufgabe angepackt werden.

Das Rettungsschiff von Sea Eye erhält Namen des ertrunkenen Alan Kurdi

Das Migazin berichtet am 05.02.2019: Der leblose Körper des Zweijährigen war im September 2015 an die türkische Küste gespült worden. Die Familie des Jungen wird zur Namensgebung nach Mallorca reisen.

Sea Eye-Rettungsschiffe © sea-eye.org

Die private Rettungsorganisation „Sea-Eye“ will dem 2015 ertrunkenen Alan Kurdi ein Denkmal setzen. Am 10. Februar soll das Schiff „Professor Albrecht Penck“ im Hafen von Mallorca umgetauft werden und den Namen des zweijährigen toten Jungen erhalten, dessen Bilder um die Welt gingen, wie die Regensburger Seenotrettungsorganisation „Sea-Eye“ am Montag mitteilte.

Kriminalisierung der Seenotrettung führt zu Rekordtodesrate

Die UNO stellt fest, dass die Kriminalisierung der Seerettung der Grund für die Rekordtodesrate im Mittelmeer ist. Wie Sea Watch berichtet, wird die Kriminalisierung eifrig weiter geführt.

Bild: Sea Watch